Alltagsbegleitung

Menschen mit einer Demenzerkrankung haben einen stark erhöhten Betreuungsbedarf. Alleine sind sie nicht in der Lage, den Alltag zu bewältigen und ihre persönliche Integrität aufrecht zu erhalten. Sie benötigen eine Bezugsperson, die möglichst immer präsent ist, der sie vertrauen und auf die sie sich verlassen können.

Vertrauensvolle Beziehung

Diese Aufgabe übernehmen – orientiert an den jeweiligen Bedürfnissen der verschiedenen Lebenswelten – die Alltagsbegleiterinnen und -begleiter. Ihre kontinuierliche Anwesenheit trägt zur Erhaltung von Lebensqualität bei. Die Beziehung zwischen Bewohnerinnen und Bewohnern und ihren Begleitpersonen basiert auf dem Vertrauen, dass Letztere den demenzkranken Menschen wertschätzen und seine Vorlieben, Abneigungen und sein aktuelles Befinden wahrnehmen.

Für Struktur im Alltag sorgen

Die Alltagsbegleiterinnen und -begleiter, die für die ersten beiden Lebenswelten zuständig sind, haben die Aufgabe, den Alltag zu strukturieren und die ihnen anvertrauten Menschen in dieser Struktur zu begleiten. Der Alltag gestaltet sich für die Demenzkranken sinn- und reizvoll durch beispielsweise die Übernahme von Haushaltstätigkeiten wie Kochen, Essen, Putzen oder Spülen.

In der 3. Lebenswelt begleiten die Alltagsbegleiterinnen und -begleiter die schwerst demenziell erkrankten Menschen mit Hilfe von Beschäftigungsangeboten, die sich im Wesentlichen an den lebensgeschichtlichen Erfahrungen und vorhandenen Ressourcen der jeweiligen Betroffenen orientieren.

Erfordernis von nächtlicher Beschäftigung

Auch in den geschützten Bereichen kommen sie zum Einsatz, und zwar im Nachtdienst. Da der Tag-Nacht-Rhythmus der hier lebenden Bewohnerinnen und Bewohner häufig aus dem Gleichgewicht geraten ist, sind Angebote zur nächtlichen Beschäftigung besonders sinnvoll.

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